Drei Runden, jeweils 18 Löcher, wechselnde Bedingungen und bis zum Schluss spannende Duelle: Die Clubmeisterschaft 2026 im Allgäuer Golf & Landclub Ottobeuren (AGLC) hatte sportlich einiges zu bieten. Vor allem bei den Herren entwickelte sich von Beginn an ein enges Rennen um den Titel. Am Ende durfte Maximilian Lechner jubeln.
Bereits nach den ersten Löchern zeichnete sich bei den Männern eine Spitzengruppe ab, die den Kampf um die Meisterschaft über die gesamten drei Runden bestimmen sollte. Maximilian Lechner, Kilian Deibler, Pascal Lerch, Philipp Gietl und Sebastian Niepel setzten sich vom übrigen Feld ab und machten die vorderen Plätze unter sich aus. Es waren packende Duelle, bei denen Konstanz und Nervenstärke gefragt waren. Lechner behielt schließlich die Oberhand. Mit insgesamt 217 Schlägen – lediglich eins über dem Platzstandard Par – sicherte er sich den Clubmeistertitel. Dahinter folgte Kilian Deibler mit 220 Schlägen, der am letzten Tag noch einmal für Spannung sorgte. Eine starke 70er-Runde brachte ihn noch einmal gefährlich nahe an den Spitzenreiter heran. Dritter wurde Pascal Lerch mit 226 Schlägen. Insgesamt überzeugte die Spitzengruppe mit starken Ergebnissen und bemerkenswerter Konstanz über die drei Runden.
Dabei verlangte der Platz den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch wettertechnisch einiges ab. Am Samstag erwischte der Regen das gesamte Feld – ganz gleich, ob zu Beginn, mittendrin oder gegen Ende der Runde. Ausreden gab es keine: Alle mussten durch. Umso angenehmer präsentierte sich der Sonntag zum Abschluss. Bei bestem Golfwetter konnten die letzten Runden absolviert und die Entscheidungen auf dem Platz ausgetragen werden.
In der AK50 fehlten mit Manfred Stock und Stefan Reischl zwei Mitfavoriten. Dadurch war der Weg für Constantin Vogg frei, der seiner Favoritenrolle gerecht wurde. Mit 155 Schlägen holte er sich souverän den Titel. Pascal Knieling kam mit 163 Schlägen auf Rang zwei, Sepp Huber folgte mit 166 Schlägen auf Platz drei.
Noch eindeutiger war die Entscheidung in der AK65. Bereits nach der ersten Runde war abzusehen, dass Werner Heider die Meisterschaft in dieser Altersklasse kaum noch aus der Hand geben würde. Heider bestätigte diese Prognose und gewann mit 160 Schlägen und großem Vorsprung. Johann Wolf belegte mit 173 Schlägen Platz zwei, Helmut Haas wurde mit 180 Schlägen Dritter.
Bei den Damen sorgte Melanie Ziegner bereits am ersten Tag für klare Verhältnisse. Eine starke 74er-Runde war der entscheidende Schritt in Richtung Titel und zugleich bereits eine gute Ausgangsposition für die weiteren Runden. Ziegner ließ sich diese Führung nicht mehr nehmen und gewann mit 155 Schlägen deutlich. Elena Emmerz kam mit 162 Schlägen auf Rang zwei, Manuela Martin belegte mit 169 Schlägen den dritten Platz.
Bei den Seniorinnen war dagegen nach der ersten 18-Loch-Runde noch vieles offen. Das Feld lag eng beisammen, die Entscheidung musste in den folgenden Runden fallen. Daniela Portner behielt schließlich die Nerven. Mit einer 88er-Runde am zweiten Tag und insgesamt 181 Schlägen setzte sie sich idurch. Silke Ziegner folgte mit 188 Schlägen auf Rang zwei, Susanne Eberts lag mit 189 Schlägen nur einen weiteren Schlag dahinter.
Das beste Netto-Ergebnis erzielte Michael Born, der sich im Verlauf der Meisterschaft deutlich verbesserte. Die weiteren Netto-Clubmeister: Christian Viandt (AK50), Peter Riedele (AK65), Janina Mückner (Damen) und Ursula Vetter (Seniorinnen).
Neben dem sportlichen Geschehen sorgte der AGLC auch für die passende Atmosphäre rund um die Finalrunde. Nach neun Löchern wartete am Sonntag an der Halfway-Hütte eine Zwischenverpflegung auf die Golferinnen und Golfer. Nach der Runde wurden die Teilnehmer beim „Welcome Back“ mit erfrischenden Getränken empfangen.
Bei der anschließenden Siegerehrung würdigten Sportwart Jürgen Emmerz, AGLC-Vizepräsident Manfred Stock und Andrea Stock die Leistungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Auch AGLC-Präsident Oswald Berger richtete einige Worte an die Golferschar und ließ eine sportlich abwechslungsreiche Clubmeisterschaft noch einmal Revue passieren.
Still wurde es, als Manfred Stock an Rico Ahrensberg erinnerte, der am 31. August nach schwerer Krankheit verstorben war. Die Clubmeisterschaft wurde damit auch zu einem Moment des Innehaltens und Erinnerns. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhoben sich zu einer Gedenkminute zu Ehren des langjährigen Clubmitglieds.
Ahrensberg hatte 2024 noch selbst den Titel des Clubmeisters in der AK50 gewonnen. Unvergessen bleibt zudem sein Platzrekord in Ottobeuren, den er bereits 2003 aufgestellt hatte und der bis heute Bestand hat.